Im Oktober findet wieder die Nacht der kreativen Köpfe statt, bei der sich unterschiedlichste Vereine und Organisationen in Cottbus für ein breites Publikum öffnen. Das Ganze ist eine riesige Abendveranstalltung (18-24Uhr) an verschiedenen Orten in ganz Cottbus.
Letztes Jahr waren drei von uns mit im IKMZ und haben das FabLab dort vorgestellt. Dieses Jahr wurden wir eingeladen, uns im Glad House zu beteiligen - zusammen mit (u.a.) dem coco, losmachen e.V., Freies Radio Cottbus, Lehmbau e.V., und Beteiligten aus dem Glad House selbst.
Der Fokus im Glad House und bei den anderen Beteiligten liegt eher auf interessanten Angeboten zum Mitmachen, etwas zum Tun, und weniger auf „einfache Information“, wie wir es letztes Jahr im IKMZ gemacht haben. Es wäre daher wünschenswert für den Anlass Ideen zu entwickeln, mit denen wir uns dann dort aktiv einbringen können. Eine Möglichkeit zum Vorstellen des Labs wird es dann auch geben.
Viele der Angebote aus den letzten Jahren waren auch „getaktet“ - also so ausgelegt, dass man sich z.B. eine Stunde mit einem Thema beschäftigt. Das Durchführen kleiner Workshops ist also gut möglich.
Freies Radio Cottbus hat den Bau von kleinen UKW-Radios ins Spiel gebracht
Gesucht werden Mitstreiter, sowohl für die Durchführung, als auch für die Vorbereitung. Man muss natürlich auch nicht die ganzen 6h vor Ort sein, zwei Schichten wären super! Wer nur bei der Planung unterstützen kann: gerne. Wer nur betreuen möchte: auch super. Weitere Ideen sind auch willkommen!
Für eine Mitmach-Aktion unter dem Motto „Lasst uns (gemeinsam) wachsen“ hätte ich noch eine Idee - und habe die mal zu Papier gebracht:
Grundidee ist hier ein „personalisierbarer Bleistift“, der gleichzeitig als Werbung für das Fablab dienen soll und ein paar der technischen Möglichkeiten vor Ort demonstrieren lässt. Sobald der Bleistift verbraucht ist, wird der Bleistiftrest einfach eingepflanzt statt weggeworfen.
Teil A
Sofern realisierbar (bspw. Leihgabe eines kleineren Lasers von einem anderen Fablab), lässt sich eine individuelle Gravur vor Ort umsetzen. Die Position lässt sich sicher auch auf die „Rückseite“ vom Bleistift bringen, sodass man länger was von seiner persönlichen Gravur hat.
Teil B
Im Fablab wird vorab das Logo (B) per Laser eingraviert. Andernfalls und sofern Leihgabe vorhanden, lässt sich vor Ort auch noch anderes realisieren.
Teil C
Im hinteren Teil vom Bleistift ist durch eine 3D gedruckte/druckbare Kappe (aus kompostierbaren PLA) Platz für eine Samenbombe bzw. Kräuter-/Pflanzensamen. Will man dann noch ein wenig weiterspinnen: aus der Holzwerkstatt stammen die Holzspäne, die mit den Samen als Füllmaterial in die Kapsel vor Ort bei der NDKK eingefüllt werden).
Mit einem 3D Drucker vor Ort lässt sich aufgrund der kompakten Abmessungen der Kapsel auch schnell nachproduzieren.
Vorteile
Personalbedarf vor Ort ist und bleibt überschaubar.
Hier lässt sich einiges im Fablab vorbereiten - und bei Überproduktion hat man noch „Werbemittel“ übrig.
Idee lässt sich vielleicht noch ausbauen.
Nachteil
Sofern man Teil A umsetzen möchte, benötigt man eine Leihgabe eines „mobileren Lasers“.
Idee 2
Ein eigenes Wallet mit Fablab-Logo; die Abbildung ist nur eine von (eventuell) vielen Möglichkeiten, wie man das umsetzen könnte.
Auch hier habe ich ein paar Ideen, die die Möglichkeiten des Fablab vor Ort zeigen lassen.
Vorbereitung
Im Fablab müssten ein paar 3D gedruckte Teile vorbereitet werden - insbesondere das Wallet-Teil mit Fablab-Logo.
Individualisierung/Mitmach-Möglichkeiten vor Ort
3D Druck Workshop
Teile auswählen und zusammenstellen
Gummiband vernähen
Spannend wäre hier noch eine einfache elektrische Schaltung konstruktiv in der Rückplatte vorzusehen oder so umzusetzen, dass man mit wenig Lötaufwand noch eine Taschenlampe mit einer einzelnen LED ermöglicht bzw. einbauen kann.
Wir haben keine Rotationsvorrichtung für den Lasercutter. Sofern das von einer Seite projiziert werden kann aber möglich. Sieht evtl. etwas merkwürdig und gestreckt aus.
PLA ist nicht ohne weiteres kompostierbar. In der freien Wildbahn braucht das Jahrzehnte. Nur in speziellen Industrieanlagen mit konstanter Temperatur um 50°C und hoher Luftfeuchte geht das in ein paar Monaten. Die Kompostierbarkeit vom PLA wird genau wie das Recycling von anderen Kunststoffen schöner geredet als es ist.
Zu deinem ersten Punkt hätte ich dann noch eine - vielleicht auch naive - Vorstellung und zwei Ideen:
Ggf. kommt es hier auf einen Versuch an und die Lasergravur wirkt je nach Größe dann nicht allzu sehr verzehrt - auch ohne Rotationsmodul
Es gibt nicht nur runde Bleistifte - auch wenn ich hier definitiv einen gezeichnet habe. Vielleicht reicht auch die Größe/Oberfläche einer Seite von einem sechseckigen Stift?
Mit etwas Aufwand ließe sich ein (runder) Bleistift noch etwas für diese Zwecke mit der CNC/einem Bandschleifer abflachen. Dadurch hätte man einen etwas eigenartigen, aber auffälligeren Bleistift und er rollt nicht mehr so leicht davon.
Austausch zur Kompostierbarkeit
Dann habe auch ich mir vielleicht die Kompostierbarkeit auch selbst etwas zu schön geredet. Danke für deine Hinweise dazu.
Nur nochmal für mein Verständnis bzw. mit meiner Sicht auf die Begrifflichkeit: Ist hier nur die Definition von Kompostierbarkeit nicht auf PLA passend, aber letztlich biologisch abbaubar zutreffend, sodass man an der Idee grundsärzlich festhalten kann?
Auf eventuelle Füllstoffe (Farbstoffe, Pigmente, etc.) würde ich dann selbstverständlich verzichten wollen, um da die Ansprüche zu erfüllen.
Aus meiner Sicht müssen hier zumindest nicht die industriellen Anforderungen an die Kompostierbarkeit erfüllt werden. Im Falle der Umsetzung sollte das Ganze dennoch ökologisch vertretbar sein.
Weißt du daher, ob es ein (PLA-)Material gibt, das man für diese Zwecke und mit gutem Gewissen einsetzen kann - oder wäre das mit diesem Vorhaben dann doch etwas am Ziel vorbei und es wäre besser, die Idee doch lieber zu verwerfen?